Mit dem Umzug des Spitalzentrums nach Brügg kann eine so grosse Baufläche neu geplant
werden, wie sie sonst nirgends mehr verfügbar ist. Heute wird das Areal im öffentlichen
Interesse für die Bereitstellung einer guten Gesundheitsversorgung genutzt. Für die SP ist
klar: Auch künftig soll das Areal dem Allgemeininteresse dienen.
Die steigenden Mieten sind der Kaufkraft-Killer Nummer 1. In den letzten 20 Jahren stiegen
die Mieten kontinuierlich, in den Städten kam es förmlich zu einer Mietzinsexplosion.
Haupttreiber sind die Immobilienkonzerne, die ihre Gewinne stetig steigern, während die
Mieten in den Städten für viele Menschen kaum noch bezahlbar sind. In den letzten 10
Jahren sind die Marktmieten in Biel um rund ein Drittel gestiegen. Das effektivste Mittel
dagegen sind Kostenmieten, welche den profitorientierten Wohnungsmarkt zurückdrängen
und Spekulation verhindert. Deshalb ist für die SP klar, dass angesichts der steigenden
Mietkosten in Biel auf dem Areal zwingend bezahlbarer Wohnraum entstehen soll. Damit soll
das Quartier für alle zugänglich sein und im Interesse der gesamten Bieler Bevölkerung die
Mietpreise gedämpft werden.
Aber auch Treffpunkte für das Quartier und Naherholungsgebiete sollen möglich sein. In
einem partizipativen Prozess sollen die Bedürfnisse eruiert werden, um ein
zukunftsgerichtetes Quartier zu bauen, welches eine diverse Bevölkerung hat und die
Umwelt respektiert.
Um diese Ziele zu erreichen, stellt die SP folgende Forderungen an das entstehende
Quartier auf dem Spitalareal:
1. Ausschliesslich gemeinnütziger Wohnraum und mindestens teilweise städtische
Wohnungen
2. Iterative Planung unter Einbezug von Bevölkerung und Fachgruppen
3. Durchmischung der Bevölkerung und Nutzungen
4. Möglichst tiefe Auswirkungen auf Umwelt und Klima
5. Nachhaltige Mobilität soll konsequent gefördert werden
6. Vernünftiger Kaufpreis für die Stadt